DUBAI SPECIAL
Außergewöhnliche Hotels, besondere Restaurants und kulinarische Entdeckungen am Arabischen Golf
Dubai: Robz’ Chef’s Table – Exklusiver Supper Club
Ein deutscher Spitzenkoch, ein exklusiver Supper Club und ein Menü, das von Kindheitserinnerungen, fernen Ländern und der Leidenschaft für gutes Essen erzählt. Mit Robz’ Chef’s Table hat Robin Höfer in Dubai einen außergewöhnlichen Ort geschaffen, der internationale Spitzenküche mit der Herzlichkeit eines privaten Dinners verbindet.
Dubai versteht es wie kaum eine andere Stadt, kulinarische Erlebnisse eindrucksvoll zu inszenieren. Extravagante Restaurants, außergewöhnliche Dining-Konzepte und atemberaubende Aussichten prägen die Gastronomieszene der Metropole. Doch manchmal warten die interessantesten Entdeckungen dort, wo man sie am wenigsten vermutet.
Ein kulinarischer Geheimtipp
Abseits der bekannten Luxusrestaurants, mitten im Wohnviertel Al Barsha South, befindet sich Robz’ Chef’s Table. Der Supper Club ist im privaten Apartment des deutschen Küchenchefs Robin Höfer untergebracht. Die genaue Adresse wird erst nach der Reservierung bekannt gegeben.
Schon die Ankunft besitzt einen gewissen Reiz. Keine auffällige Beschilderung weist den Weg, nichts deutet auf das bevorstehende kulinarische Erlebnis hin. Stattdessen führt die Einladung direkt in das Zuhause des Küchenchefs.
Stilvolles Ambiente mit persönlicher Note
Im Inneren erwartet die Gäste ein geschmackvoll gestalteter Wohn- und Essbereich. Warme Farbtöne, sanfte Beleuchtung und ein elegant gedeckter Tisch für zehn Personen schaffen ein stilvolles Ambiente mit einer angenehmen, ungezwungenen Atmosphäre.
Ein charmantes Detail ist das Silberbesteck seiner Großmutter Lore. Das Familienerbstück hat seinen Weg vom Bodensee bis nach Dubai gefunden und gehört heute ganz selbstverständlich zum gedeckten Tisch.
Robin Höfer – Vom Bodensee in die internationale Spitzenküche
Seine Begeisterung für das Kochen entdeckte Robin Höfer bereits als Kind. Aufgewachsen in Überlingen am Bodensee, entwickelte er früh eine besondere Beziehung zu Lebensmitteln und ihrer Herkunft. Angelausflüge mit seinem Vater, Streifzüge durch die Natur und die Küche seiner Familie prägten seine ersten kulinarischen Erinnerungen. Auch sein älterer Bruder, der ebenfalls Koch wurde, bestärkte ihn in seinem Berufswunsch.
Nach seiner Ausbildung in Immenstaad am Bodensee führte ihn sein Ehrgeiz rasch in renommierte Küchen. Bereits mit 19 Jahren arbeitete er im damaligen Zwei-Sterne-Restaurant Chesa Pirani unter Daniel Bumann. Weitere Stationen folgten im avantgardistischen Disfrutar in Barcelona und im mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Core by Clare Smyth in London.
Seine Begeisterung für neue Geschmackswelten führte ihn außerdem nach Japan und Thailand. Die dort gesammelten Eindrücke prägen bis heute seinen Umgang mit Gewürzen, Texturen und aromatischen Kontrasten. In Dubai setzte Höfer seine Karriere im Sternerestaurant Ossiano im Atlantis The Palm fort, wo er als Sous Chef tätig war. Später übernahm er die Position des Executive Chefs im Restaurant Kraken.
Sein Können fand auch international Beachtung: 2024 erreichte er das Regionalfinale der S.Pellegrino Young Chef Competition, 2025 gehörte er zu den Finalisten der Auszeichnung „Future Great of the Year“ von Gault&Millau UAE. Mit Robz’ Chef’s Table verwirklichte er schließlich seinen Traum von kulinarischer Unabhängigkeit: ein eigenes Konzept, in dem er seine Ideen ohne die Vorgaben eines klassischen Restaurantbetriebs umsetzen und seine Begeisterung für Fine Dining unmittelbar mit seinen Gästen teilen kann.
Foto: © Robz’ Chef’s Table
Ein Dinner, das sich wie eine Einladung unter Freunden anfühlt
An einem gemeinsamen Tisch nehmen Gäste unterschiedlichster Herkunft Platz. Während in der Küche mit höchster Konzentration gearbeitet wird, entwickelt sich eine lebendige Atmosphäre. Gespräche entstehen, erste Eindrücke werden ausgetauscht und die Vorfreude auf die kommenden Gänge wächst.
Höfer nimmt sich Zeit, seine Ideen zu erklären und von den Erinnerungen hinter den Gerichten zu erzählen. Seine charmante Freundin Pearll kümmert sich mit spürbarer Herzlichkeit um die Gäste, während das Küchenteam für die präzise Umsetzung des Menüs sorgt.
Dabei bleibt der Küchenchef stets nahbar. Er beantwortet Fragen und lässt seine Gäste an der Entstehung seiner Kreationen teilhaben. Genau das macht den besonderen Reiz dieses Abends aus.
Ein Fine Dining-Menü voller Überraschungen
Höfers Menü ist geprägt von seiner süddeutschen Herkunft, seiner internationalen Ausbildung und seiner Begeisterung für asiatische Aromen. Die einzelnen Gänge tragen Namen, hinter denen sich kleine Geschichten verbergen.
Guess the Flavours
Chips / Sweet Potatoes / Cress Seed / Flax Seed / Parmesan / Corn
Das kulinarische Rätsel beginnt.
Bereits der erste Gang macht deutlich, dass Robin Höfer seine Gäste nicht nur verwöhnen, sondern auch zum Mitmachen animieren möchte. Serviert wird eine Auswahl hauchdünner, knuspriger Chips. Welche Zutaten sich dahinter verbergen, müssen die Gäste allerdings selbst herausfinden.
Es wird probiert, gerätselt und angeregt diskutiert. Ist es Süßkartoffel, Parmesan oder vielleicht doch Mais? Nicht jede Vermutung trifft ins Schwarze – und genau darin liegt der Reiz.
Ein ebenso charmanter wie gelungener Auftakt, der das Eis am Tisch bricht und die Neugier auf alles weckt, was an diesem Abend noch folgen wird.
The First Taste
Mini SNAP Hot Dog / Cheddar / Pickles / Sauces
Hinter dem kleinen SNAP Hot Dog steckt weit mehr, als sein unscheinbares Format vermuten lässt. Die Wurst hat Robin Höfer selbst entwickelt. Er experimentierte mit Zutaten, Gewürzen und Rezepturen, bis er gemeinsam mit einem Metzger die gewünschte Komposition perfektionierte.
Serviert mit Cheddar, Pickles und fein abgestimmten Saucen wird daraus ein raffinierter Happen, der zeigt, wie viel handwerklicher Ehrgeiz selbst in einem vermeintlich einfachen Streetfood-Klassiker stecken kann.
The First Dish I Learned
Onion Tarte / Bacon / Leek / French Dressing
Mit „The First Dish I Learned“ erinnert Höfer an die Anfänge seiner Ausbildung. Eine fein ausgearbeitete Zwiebel-Tarte mit Bacon, Lauch und französisch inspirierter Sauce zeigt, wie sich ein bodenständiger Klassiker mit handwerklicher Präzision in eine elegante Kreation verwandeln lässt.
The German Wasabi
Beef Tartare / Noodle / Hazelnut / Horseradish
Auf den ersten Blick erinnert die kunstvoll angerichtete Komposition an eine filigrane japanische Spezialität. Doch unter den hauchfeinen Nudeln verbirgt sich ein Beef-Tatar, begleitet von Haselnuss und der pikanten Schärfe des Meerrettichs.
Mit „The German Wasabi“ spielt Robin Höfer gekonnt mit den Erwartungen seiner Gäste. Statt des japanischen Wasabis setzt er auf Meerrettich – eine in der deutschen Küche tief verwurzelte Zutat, die dem Gericht seine charakteristische Würze verleiht.
What I Miss the Most
German Pretzel Bread / Buckwheat / Miso / Butter
Ein Stück Heimat auf dem Teller: „What I Miss the Most“ ist eine Hommage an Höfers süddeutsche Herkunft. Frisches Laugengebäck wird mit Butter und fermentiertem Buchweizen-Miso serviert. Die kräftigen Röstaromen des Gebäcks treffen auf die würzige Tiefe des Miso. Eine schlichte Kombination, die gerade durch ihre geschmackliche Klarheit überzeugt.
A Trip to Bangkok
Crab Soup/ Tom Kha / Tapioca / Lime Leaf
Eine von Tom Kha inspirierte Krabbensuppe vereint die feinen Aromen der Krabbe mit Limettenblatt und Tapioka. Zitrusfrische und die vielschichtige Würze der thailändischen Küche bestimmen diesen Gang. Eine geschmackliche Reise nach Bangkok, die erkennen lässt, welchen Einfluss Höfers Aufenthalte in Asien auf seine Arbeit hatten.
Cravings
Wagyu Beef Maultasche / Sauerkraut / Lettuce / Lemongrass Jus
Einen besonderen Höhepunkt bildet „Cravings“, Höfers Interpretation der schwäbischen Maultasche. Gefüllt mit Wagyu-Rindfleisch und begleitet von Sauerkraut, Salat und einem aromatischen Zitronengras-Jus, erhält der süddeutsche Klassiker eine überraschend moderne Identität.
Die Säure des Sauerkrauts setzt einen lebendigen Kontrast zum Wagyu-Rindfleisch, während der Zitronengras-Jus dem Gericht eine frische, duftige Note verleiht.
Die Idee geht auf seine Kindheit zurück, als Maultaschen und Sauerkraut bei gemeinsamen Marktbesuchen zu seinen liebsten Spezialitäten gehörten. Heute verbindet Höfer diese Erinnerung mit seiner internationalen Erfahrung und schafft eine Kreation, in der schwäbische Tradition auf asiatische Aromatik trifft.
Kindheitserinnerungen als süße Verführung
Childhood Memories
Cornflakes / Cinnamon / Milk / Apple
Mit „Childhood Memories“ greift Robin Höfer eine vertraute Kindheitserinnerung auf: das Frühstück mit Milch und knusprigen Zimtcerealien.
Inspiriert von den beliebten Zimt Minis, verwandelt er die einfache Erinnerung in ein kunstvoll angerichtetes Dessert. Apfel und aromatisierte Milch, die erst am Tisch angegossen wird, ergänzen seine Interpretation.
Ein verspielter Ausflug in die Kindheit, bei dem vertraute Aromen überraschend neue Facetten zeigen.
Fotos / Text © Fine Dining & Travel Magazin Lifestylezauber
Party
Cactus / Tequila / Sparkle / Music
Zum Abschluss zeigt Robin Höfer noch einmal seine humorvolle Seite. Mit „Party“ verwandelt er den letzten Gang in ein ebenso originelles wie unterhaltsames Erlebnis. Kaktus in der Schokolade und Tequila treffen auf prickelnde Knallbrause, die im Mund für ein regelrechtes Feuerwerk sorgt. Als schließlich der Song „Tequila“ erklingt, ist die Stimmung am Tisch entsprechend ausgelassen. Ein augenzwinkerndes Finale, das perfekt zur ungezwungenen Atmosphäre des Supper Clubs passt und den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Auch die alkoholfreie Getränkebegleitung trägt seine Handschrift
Nicht nur das Menü, auch die Getränkebegleitung verdient Aufmerksamkeit. Neben ausgewählten Weinen bietet Robin Höfer eine alkoholfreie Alternative, bei der er nichts dem Zufall überlässt. Sämtliche alkoholfreien Getränke stellt er selbst her. Von hausgemachten Limonaden bis hin zu raffinierten Fermentationen entstehen eigenständige Kompositionen, die sorgfältig auf die Aromen der einzelnen Gänge abgestimmt sind. So wird die alkoholfreie Begleitung zu einem ebenso anspruchsvollen Genusserlebnis wie die klassische Weinbegleitung.
Ein Abend, der in Erinnerung bleibt
Was mit zehn Menschen an einem gemeinsamen Tisch beginnt, entwickelt sich zu einem lebhaften Dinner voller Gespräche, Lachen und neuer Bekanntschaften. Robin Höfer gelingt es, seine internationale Erfahrung mit einer Gastfreundschaft zu verbinden, die diesem Supper Club seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Wer Dubai abseits der bekannten Restaurants entdecken möchte, findet hier eine Adresse, die auf keiner kulinarischen Wunschliste fehlen sollte. Denn am Ende bleibt nicht nur die Erinnerung an hervorragendes Essen, sondern vor allem das Gefühl, bei Freunden zu Gast gewesen zu sein.
Anschrift:
Robz Chef’s Table
Al Barsha South (Die genaue Adresse wird nach der Reservierung mitgeteilt)
Dubai
www.robz-chefstable.com
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